Weißabgleich

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Der Weißabgleich der Kamera dient dazu, die Aufnahmeeinstellungen an die Farbtemperatur der Umgebung anzupassen.
Natürliches Umgebungslicht ist – wie auch meistens künstliches Licht – nie rein weiß.  Dadurch entstehen Farbstiche, die in der Aufnahme störend oder unschön wirken. Wird die Aufnahme an die Farbtemperatur der Umgebung angepasst so werden die Farbstiche entfernt und alle Farben im Bild wieder möglichst nahe an der Wirklichkeit dargestellt.

Der Weißableich kann vom Aufnahmegerät automatisch vorgenommen werden. Es können aber auch feste Voreinstellungen für die üblichsten Umgebungslicht-Situationen vorgenommen werden, z.B. „bewölkt“, „Direktes Sonnenlicht“, „Schatten“, „Kunstlicht“ (gemeint ist warmweiß, wie die gute alte Glühbirne oder Kerzenlicht), „Leuchtstoffröhre“ (bei einigen Herstellern verschiedene Typen) oder „Unterwasser“.

Viele Kameras bieten die Möglichkeit, einen manuellen Weißabgleich vorzunehmen. Dabei wird eine Weißkarte oder Graukarte im Umgebungslicht fotografiert und anhand des Farbstichs dann ein individueller Weißabgleich vorgenommen. Dies ist allerdings nur sinnvoll wenn sich das Umgebungslicht über einen längeren Zeitraum nicht ändert, wie z.b. bei Raumbeleuchtung.

Der Weißabgleich kann auch bewusst „falsch“ gewählt werden, um kreative Ergebnisse zu erzielen oder der Aufnahme eine bestimmte Farbstimmung zu geben, z.B. anheimelnd warm oder abweisend kühl.

Weitere Informationen zum Weißabgleich in der Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Wei%C3%9Fabgleich

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