Was macht ein gutes Bewerbungsfoto aus?

Warum kann man nicht einfach jedes Foto als Bewerbungsfoto nehmen?

Um das zu erklären muss man vielleicht ein bisschen weiter ausholen.
Wir Fotografen unterscheiden verschiedene Arten von Menschenbildern. Neben der Reportage (z.B. Politiker am Rednerpult oder in Gesprächsrunden) und der Dokumentation (Menschen im Alltag, bei der Arbeit, auf der Straße) kennen wir vor allem das Portrait.

Nur wenige Portraits eignen sich als Bewerbungsfoto, dieses zum Beispiel nicht.

Das Portrait selbst unterscheidet sich auch wieder in viele Unterarten. Ihnen gemeinsam ist ihr ausschließlicher Bezug auf die portraitierte Person, ihren Ausdruck, ihren Charakter, ihre Stimmung, ihre Gefühle. All das wirkt auf den Betrachter und dies gibt dem  Portrait seinen besonderen Reiz.

Nun will auch das Bewerbungsbild genau das erreichen: Der Betrachter ist in diesem Fall aber nicht ein Freund, ein Familienmitglied oder jemand aus der Freundesliste im Social Web, sondern ein vollkommen Fremder. Und dieser Fremde hat eine Aufgabe: Er muss einen geeigneten Kandidaten für eine zu vergebende Stelle finden. Dabei kommt es nicht nur auf die fachliche Qualifikation an, diese ist „nur“ entscheidend dafür dass man überhaupt in die letzte Auswahl kommt. Spätestens bei zwei oder mehr geeigneten Bewerbern kommen viele andere Faktoren ins Spiel: Wie passt dieser Mensch ins Team? Ist sie oder er der Aufgabe gewachsen? Sind die geforderten Führungsqualitäten zu erwarten oder kann man sich auf eine gute Teamfähigkeit verlassen?

Neben den Informationen aus dem Lebenslauf steht hier ganz klar das Bewerbungfoto im Vordergrund: Niemand kann ernsthaft verneinen dass nicht auch Sympathie entscheidend wäre, aber man versucht auf Seiten der Personalentscheidung auch zu erkennen, wie dieser Mensch „tickt“. Wirkt er oder sie entsprechend selbstbewusst? Strahlt sie Autorität aus ohne unfreundlich zu wirken? Wirkt er offen und sympathisch, ohne übertrieben kollegial oder jovial zu erscheinen?

All diese Faktoren muss das Bewerbungsfoto widerspiegeln, die Pose, die Ansicht, der Blick, das richtige Lächeln. Schaut man zu dem Bewerber herab oder zu ihm auf? Füllt er das Bild aus oder versteckt er sich in der Ecke? Ist sein Bild offen und direkt auf den Betrachter gerichtet oder schweift er unruhig ab?
Veränderte Haltung, Pose und Frisur machen einen deutlichen Unterschied aus. Hier zählen das Auge und die Erfahrung des Profis.

Dazu kommt die grundsätzliche Gestaltung des Fotos: die Lichtart, die Lichtführung, der Schnitt, der Bildaufbau sind genau so wichtig wie die Wahl des Hintergrundes oder die Farbgebung. All das hat Einfluss auf die Darstellung der Persönlichkeit und ihre Wirkung auf den Betrachter, negativ wie positiv.

Auch die Auswahl der richtigen Kleidung, passend zum Typ, ist entscheidend. Das gilt für Männer natürlich genau so wie für Frauen.

Fasst man das ganze zusammen so wird ersichtlich, welche Arbeit so ein Bewerbungsfoto macht.
Man sieht halt erst im direkten Vergleich welches letztlich das richtige ist.

Jede Arbeit, jede Funktion in einem Betrieb erfordert einen bestimmten Typus Mensch, so zumindest glauben es Personalberantwortliche. Und auch wenn sie sich das Leben damit einfach machen, wer will es ihnen verübeln? Man kann darüber hinweg gehen und ein beliebiges Bild zur Bewerbung legen oder versuchen diesem Anspruch gerecht zu werden, auch wenn man das passende Bild vielleicht selbst nicht zu seinen Favoriten zählt. Im Zweifel gilt immer das alte Marketing-Sprichwort:

Der Köder muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler!

Lesen Sie hier nach wie Sie sich auf das Bewerbungsfoto am besten vorbereiten oder rufen Sie uns an und vereinbaren Sie noch heute einen Termin, wir werden auch Ihre Bewerbung erfolgreicher machen!

 

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