Der Hashtag #dobombe und was dahinter steckt

Grafik: Stadt Dortmund

Was meint der Hashtag #dobombe?

Dortmund ist eine der industriell und wirtischaftlich wichtigsten Großstädte Deutschlands. Das ist nicht nur heute so, sonder war es vor allem auch seit der Industrialisierung Ende des 19. Jahrhunderts. Das Zusammenspiel von Kohle und Stahl, verbunden mit einem Industriehafen, einer eigenen Eisenbahn und den großen Autobahnen, machte Dortmund zu einem Zentrum der Montanindustrie und Logistik. Und damit zu einem Ziel für die Bomben der Alliierten im zweiten Weltkrieg.

Blindgänger aus dem 2. Weltkrieg

Weltkriegsblindgänger (Beispielbild)

Auf dem ganzen Stadtgebiet findet man bis heute immer wieder, fast regelmäßig, noch Blindgänger aus den Bombardierungen der Stadt. Diese Explosionskörper mit Gewichten von 250kg bis zu unfassbaren 1,5 Tonnen werden fast immer dann gefunden, wenn es um Tiefbauarbeiten geht. Daneben wird die Stadt wie viele andere auch von Spezialisten aus der Luft gescannt, bzw. Luftbilder vom Stadtgebiet ausgewertet. Solche großen Metallkörper im Boden sind durch markante Veränderung der Flächenstruktur oder des Pflanzenwachstums oft gut zu erkennen. Dabei werden ähnliche Techniken angewendet wie in der Archäologie, um alte Mauern oder andere Bauwerke zu orten, die unter der Erde liegen und so dem Blick eines normalen Betrachters verborgen sind.

Hierzu gibt es auf Ruhr24 einen schönen Beitrag: „Bombenfund: Das passiert hinter den Kulissen“

Evakuierung

Um diese Bomben zu entschärfen – oder zur Not kontrolliert zu zünden, wenn eine Entschärfung nicht möglich ist – müssen die Menschen in den umliegenden Gebieten evakuiert werden. Ganze Stadtteile werden manchmal dadurch von den Bewohnern geräumt. Alle möglichen Einsatzkräfte werden dabei eingesetzt, sei es von der Polizei, der Feuerwehr, dem Technischen Hilfwerk oder den Rettungskräften und Helfern von Sozialdiensten wie dem Deutschen Roten Kreuz, den Johannitern, Maltesern, dem ASB und so weiter. Was für Bewohner ohne besondere Einschränkungen oft nicht mehr ist als ein Tagesausflug ist für alte Menschen, Kranke, Patienten und Menschen mit besonderen Bedürfnissen oft ein unvermeidlicher Kraftakt.

Soziale Medien

Es hat sich eingebürgert, dass alle diese Dienste und weitere Quellen in den Sozialen Medien für Informationen zu den Evakuierungen in Dortmund den Hashtag „#dobombe“ verwenden. So führt jede Suche nach Fakten zu diesen logistischen Großaktionen schnell zu einem Erfolg, da – je nach Plattform – so schnell alle Beiträge verschiedener Autoren auf einen Blick angezeigt werden können. Dabei zeigt sich die wahre Stärke des Internets: Schneller als alle Nachrichten in TV, Radio oder Zeitungen werden neue Informationen quasi in Echtzeit zugänglich gemacht. Auch private NutzerInnen der Plattformen können ihre individuellen Erfahrungen so einer breiten Öffentlichkeit präsentieren, sei es in Bezug auf Straßensperren oder Hilfsangebote, um ihre Erlebnisse zu erzählen oder über ihre Gefühle zu berichten.

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Die Angst

Denn auch wenn für einige Bewohner in den zentralen Stadtgebieten eine solche Evakuierung fast schon zur Routine gehört, so ist das Verlassen der eigenen vier Wände auf behördliche Anordnung (und damit unter Zwang) für viele Menschen etwas Befremdliches, mitunter Angsteinflößendes. Die Stadt Dortmund richtet zwar immer Notunterkünfte ein, damit sich die Menschen an einem geeigneten Ort aufhalten können, aber das ist natürlich nicht dasselbe wie die eigenen vier Wände. Zuhause fühlt man sich sicher und geborgen, kann da kommen was will. Noch schlimmer ist es aber, wenn man sich ohnehin schon nicht in der eigenen Wohnung aufhält.

Krankenhäuser, Pflegeheime und Kriegserinnerungen

Denn oft werden auch die Patienten von Krankenhäusern oder die Bewohner von Senioren- oder Pflegeheimen evakuiert, was sich durchaus verstörend auswirken kann. Gerade bei den sehr alten Mitmenschen, die mitunter noch vom Krieg traumatisiert sind, kommen oft beängstigende Erinnerungen hoch. Wohl niemand aus dieser Generation kann vergessen, wie es sich unter dem Bombardement der Stadt angefühlt hat, im Luftschutzkeller auszuharren während drumherum die Stadt in Flammen aufgeht und tausende Menschen sterben. Ihnen und den jüngeren Kriegsflüchtlingen aus anderen Ländern, denen die Gräuel von Kampfhandlungen noch sehr deutlich in Erinnerung sind, sollte darum in dieser Zeit unser besonderes Verständnis gelten.

Das Leben geht weiter

Es ist immer wieder erstaunlich, wie stark einige von unseren Nachbarn und Mitbürgern betroffen sind und wie sehr eine solche Evakuierung in die Lebensroutine eingreift. Alle anderen aber bekommen davon oft gar nichts mit, außer durch Einschnitte in den öffentlichen Nahverkehr oder die Verschiebung von Krankenhausterminen. Für sie geht das Leben den gewohnten Gang. Als häufig Betroffener habe ich oft miterlebt, dass Freunde und Kollegen sagten „Ach, da war ja was, das habe ich zufällig im Radio gehört“. Und dann denkst du dir so: „Echt jetzt? Bei uns war totales Chaos und die waren fröhlich Schlittschuh laufen oder Fußball gucken?“.

Kostenlose Angebote der Stadt

Klar, denn das Leben geht natürlich weiter. Eine Stadt wie Dortmund steht nicht plötzlich still, nur weil in einem (diesmal echt großen Teil, siehe Karte) der Stadt der Ausnahmezustand herrscht. Und das ist auch gut so, selbst für die Anwohner in den Evakuierungsgebieten: Die Stadt bietet zum Beispiel allen Betroffenen den Zugang zu städtischen Zeitvertreiben kostenlos an! Sei es für einen Bummel im Westfalenpark oder die Pflanzenschauhäuser im Botanischen Garten, einen Besuch des Dortmunder Zoos (mit unfassbar süßem Nashornbaby, yay 😀) oder zur sportlichen Ertüchtigung bzw. Körperpflege im Südbad. Für die kostenlose Nutzung bedarf es nur der Vorlage des Personalausweises, um die Anwohnerschaft nachzuweisen. Der Zugang zu den Dauerausstellungen der städtischen Museen ist ja mittlerweile ohnehin für jeden kostenlos, eine ganz tolle Entscheidung der Stadt!
Dummerweise sind diesmal auch einige der Museen betroffen: Das Museum für Kunst und Kulturgeschichte, das Dortmunder U und das Kindermuseum Adlerturm liegen selbst im Evakuierungsradius und bleiben deshalb am Sonntag geschlossen. Die Kirchen im betroffenen Gebiet werden keinen Sonntagsgottesdienst abhalten.

Für unsere Kurse und Workshops ändert sich nichts

Auch wenn die Fotoschule ihren Verwaltungssitz mitten im Evakuierungsgebiet hat bleiben die Workshops am Wochenende davon unbetroffen. Alle Veranstaltungen sind ohnehin im CCDo Bildungszentrum Brackel (Link zur Anfahrt) geplant. Was allerdings ein Problem wird ist die Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln aus dem Westen nach Brackel. Sowohl der Hauptbahnhof als auch die Linie U43 und die S4 sind betroffen. Genauere Informationen gibt es hier auf der Seite der Stadt Dortmund!

Alle Teilnehmer der Veranstaltungen am kommenden Wochenende werden natürlich noch separat per Email informiert!

In diesem Sinne: Lass den Kopf nicht hängen und mach das Beste draus, wenn Du betroffen bist 😉

Wir wünschen Dir ein Frohes Neues Jahr 2020 und allzeit Gut Licht!

Reisezeit ist Foto-Zeit

Petersdom in Rom. DRI aus sechs Aufnahmen, von 30 sec bis 1/2 sec. Brennweite 50mm.

Im Urlaub zu fotografieren ist für viele Menschen eine wahre Leidenschaft.

Für uns engagierte Fotograf*innen stellt sich dann immer die Frage, wie wir dabei vorgehen sollen. Das meint zum einen, was wir für den Urlaub mitnehmen müssen und ob überhaupt das gesamte Equipment notwendig ist. Und zum anderen wollen wir natürlich Bilder machen, die sich von der üblichen Urlaubsknipserei unterscheiden. Dabei sind nicht nur die persönlichen Vorlieben ausschlaggebend. Auch das Ziel und die Art der Urlaubsreise bestimmen die Antworten auf diese Fragen mit.

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Warum wir Fotokurse für Frauen anbieten

Hallo liebe Fotofreundinnen und Fotofreunde,

seit dem Sommer 2014 bieten wir in der Dortmunder Fotoschule auch Kurse an, die ausschließlich für Frauen zugänglich sind. Die Kollegen und ich werden allerdings oft gefragt warum das so ist, und ob sich diese Kurse inhaltlich wirklich von den „normalen“ unterscheiden.

Nun, die Antwort ist:

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Freikarten zur Extraschicht zu gewinnen

Hey ho, Fotofreund!

Heute haben wir Freikarten zur Extraschicht zu verlosen 🙂

Die Karten sind nicht nur gültig für alle Spielorte, sondern gelten auch als Fahrkarte 2. Klasse für den 25.06.2016 im gesamten VRR und VRL, bis zum nächsten morgen um 7:00 Uhr. Obendrein gibt es auch noch die Shuttle-Busse, die Dich direkt von einem Spielort zum anderen bringen.

Zwei Freikarten zur Extraschicht

Am Samstag sind wir ab 18:00 Uhr im Depot Dortmund. Da eröffnen wir dann die diesjährige

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Kostenloser Teenie-Photowalk durch den Hafen

Hallo liebe Fotofreunde,

heute haben wir mit dem Photowalk ein Sommer-Special für unsere jungen Teilnehmer.

Zur Extraschicht am 25.06. wollen wir einen Beitrag zum Photo-Slam im Depot leisten. Dabei werden Bilder gezeigt, die unsere jungendlichen Teilnehmer bei den Photowalks und in der Kleinen Fotoschule aufgenommen haben.

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Einfach rumlaufen und Fotos schießen?

Kaum ist das miese Wetter absehbar vorüber ist wieder Photowalk-Zeit 🙂

Da unser Angebot an Walks im letzten Jahr so gut ankam haben wir uns entschlossen es noch weiter auszubauen.
Doch halt – was sind das überhaupt für Dinger, diese Photowalks?

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Trauer um Bernd Mai

„Wer im Gedächtnis seiner Lieben lebt, 
der ist nicht tot, der ist nur fern; 
tot ist nur, wer vergessen wird.“
Immanuel Kant

Am 22.12.2015 verstarb mein Fotofreund, Mentor und Kollege Bernd Mai nach langer Krankheit.

Als eines der ersten Mitglieder der Fotocommunity hat Bernd wie kaum ein anderer die Bildsprache dieser großen Plattform mit geprägt. Als Gründer und langjähriger 1. Vorsitzender der Fotokunst AG Dortmund hat er sich sehr um die kreative Förderung der anderen Vereinsmitglieder verdient gemacht. In dieser Zeit wurden Bernds Fotos viele Male national und international ausgezeichnet und gewannen unzählige Preise. Sogar ein Guiness Weltrekord zählt zu seinen Errungenschaften.

In den letzten Jahren schrieb er zwei Bücher. Der Fotoband „Treppentratsch“ erhielt den Deutschen Fotobuchpreis in Silber. Über das Buch „Punktlandung: Titeljäger in der Salonfotografie“ schrieb der Präsident des DFV im Vorwort: „Dieses Buch schließt ohne jeden Zweifel eine bislang bestehende Lücke in der Fotoliteratur“.

Seine unermüdliche Leidenschaft für die Fotografie war für viele von uns ein Vorbild. Nicht selten war in den Tagen nach seinem Tod der Begriff „Mentor“ zu hören und zu lesen.
Wir haben einen großen Fotografen verloren, aber sein Werk bleibt bestehen, seine Leidenschaft lebt in vielen von uns fort.

Seine persönlichen Auszeichnungen:

DGPh – Berufung in die Deutsche Gesellschaft für Photographie
MDVF – Meister des Deutschen Verbands für Fotografie
MPSA – Master of the Photographic Society of America
MFIAP – Maître de Fédération Internationale de l’Art Photographique
Hon.F:ICS – Honorary Fellow ICS of the Image Colleague Society, International / USA
EFIAP/p – Excellence platine de Fédération Internationale de l’Art Photographique

Was bleibt sind Bilder

 

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